Sliac Heilbad - Geschichte
Sliač bad Slowakei - hat ebenso eine langfristige sowie kurzeitige Tradition in Heilung von gynäkologischen Erkrankungen. Im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zu dem Ende des II. Weltkrieges war diese Diagnose eine der bedeutendsten. An diese Tradition hat das Heilbad wieder nach fast 60 Jahren angeknüpft und seine Indikation für Herz- und Kreislaufkrankheiten auch um die Frauenkrankheiten erweitert. Heute werden hier von den Frauenkrankheiten die primäre und sekundäre Sterilität und Infertilität, Störungen der Ovarialfunktion, sowie der Gebärmutterentwicklung, chronische Entzündungen der inneren weiblichen Geschlechtsorgane, Zustände nach gynäkologischen Operationen, Zustände nach Bauchoperationen in Verbindung mit dem kleinen Becken, Komplikationen nach einer Interruption und das Menopausensyndrom geheilt.
Die Untersuchungs- und Heilplätze der Fachärzte und des fachlich eingeschulten Gesundheitspersonals sind mit modernen diagnostischen und therapeutischen Geräten und Einrichtungen ausgestattet.
Die älteste schriftliche Erwähnung über die Quellen bei Sliač stammt aus dem Jahr 1244, aus der Zeit des Königs Belo den IV. Seit der zweiten Hälfte des 15.Jahrhunderts werden die Quellen bei Sliač von mehreren bekannten Gelehrten und Schriftsteller - z.B. von Aeneas Sylvius,apostolischem Nuncius auf dem Hof von Mathias Corvinius (1458 - 1490) in Budín, von Georgius Agricola (ein Stammdeutscher), Oberbürger und städtischer Physicus der Stadt Schemnitz (Banská Štiavnica), von Juraj Wernher - "Vater der ungarischen Balneographie" und vielen anderen erwähnt
Sliač diente als Kurbad schon im 16. Jahrhundert. Damals galt es für das am
meisten besuchte Kurbad in Ungarn. Seine Popularität und Anziehungskraft
verdankt Sliač den heilenden Wirkungen seiner Mineralwasser und den Besuchen
bedeutender Persönlichkeiten des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen
Lebens (z.B. der Dichter P. O. Hviezdoslav, der ungarische Revolutionär Lajos
Kossuth, österreichischer Dramatiker Franz Grillparzer, tschechische
Schriftstellerin Božena Němcová, Präsident T.G.Masaryk, sowjetischer Staatsmann
Chruschtschow u.v.a.). Außerdem ist erwähnungswert auch der Besuch des Prinzen
von Kambodscha Norodom Sihanuk.
In der Hälfte des 19.Jh. stand schon im Sliač auch das einstöckige Kurgebäude
mit vier Schwimmbäder: Herrenbad mit der höchsten Temperatur, Bürgerbad,
Bauernbad und ein kaltes, genannt Volksbad, mit niedrigster Temperatur. Alle
Schwimmbäder waren natürliche Piscinas, d.h. dass sie direkt an den Quellen
gebaut wurden. Außerdem wurden schon 2 Hotels erbaut: das heutige Bratislava und
Detva. Beliebt waren auch zwei Privathäuser, umgebaut für die Beherbergung der
Gäste - Thököli-Haus (heutzutage steht auf seiner Stelle das Kurhaus Amália) und
Szerenička-Haus.
In den 40-er Jahren diente das Kurbad nur einer privilegierten Schicht. Der Aufenthalt war zu teuer und das Bad wurde zurecht (Herrenbad genannt. Auch in der näheren Vergangenheit – nach der II. Weltkrieg besuchten Sliač auch nach der Befreiung viele Persönlichkeiten des slowakischen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens: Ján Smrek, Pavol Horov, Ferdinand Gabaj, Janko Alexy, Martin Benka, Ľudovít Fulla, Ján Cikker, Alexander Moyzes, Mikuláš Huba und viele andere.
Heutige Gestaltung mit dem dominierenden Komplex Palace besitzt das Kurbad Sliač seit den dreißigen Jahren des 20.Jahrhunderts. Die moderne, umfangreiche Balneotherapie - (Kurhaus - wurde im Jahr 1960 fertiggebaut und im Jahr 1995 wurde ihr ein neues Gebäude der Balneotherapie zugefügt.
Es ist vor allem das Kurbad an sich, das die Gesundheit allen derjenigen
zurückgibt, die an Herz- und Kreislaufkrankheiten leiden. Derjenige, der schon
mal die wohltuenden Wirkungen heilender Quellen gespürt hat, wird mit Sicherheit
jedes Jahr zurückkehren.




