Piešťany - Geschichte
Erste indirekte Beweise der Existenz thermaler Quellen sind archeologische Funde einer Vielzahl von Knochen von Urzeittieren und der Besiedlung durch den Urzeitmenschen an den Ufern des Flusses, die die heißen Quellen hierher lockten. Ein außerordentlich wertvoller Fund aus dieser Region ist die kleine Frau Statue aus einem Mammutknochen, die bekannt ist als Venus aus Moravany. Ihr Alter schätzen die Wissenschaftler auf 22 860 Jahre.
Die erste schriftliche Erwähnung von Piešťany ist in der Urkunde von Zobor aus dem Jahr 1113 angeführt.
Der künftige Ruhm und internationale Ruf von Piešťany als Kurort begann in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu entstehen. Im Jahr 1642 Adam Trajan aus Benešov hat in einem rühmenden Gedicht Saluberrimae Pistinienses Thermae eine unüberwindig Beschreibung des Heilbades Piešťany durchgegeben.
Die ersten Bäude wurden Ende des 18. Jahrhunderts erbaut.
Im Jahr 1821 begann der Landherr von Piešťany Graf Jozef Erdödy mit dem systematischen Grundaufbau des Heilbades. Der erste Spiegelbad in Piešťany – das klassizistische Napoleonische Bad III., ließ er nach der Beendigung der napoleonischen Kriege zur Genesung der verletzten Soldaten errichten (1822).
Den Beginn progressiver rationeller Veränderungen in den Methoden der Kurbehandlungen in Piešťany bedeutete die Ankunft von MUDr Franišek E. Scherer, des Pioniers der modernen Balneotherapie, der im Heilbad Piešťany von 1829 bis 1837 wirkte. Er entschied sich für ein individuelles Herangehen bei der Verschreibung der Kurbehandlungen nach im voraus bestimmter Diagnose und aufgrund der Fortgeschrittenheit des Krankheitsstadiums des Patienten.
Die entscheidende Epoche in der Entwicklung des Heilbades Piešťany ist mit dem Namen der Familie Winter verbunden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wuchsen hier im Jugendstil das Kurhotel Thermia Palace mit dem Gebäude der Balneotherapie Irma (1912), weiter das Kurhotel Pro Patria (1916) und in den dreißiger Jahren das Hotel Excelsior (heute Jalta).
Zu den bedeutsamsten Persönlichkeiten, die das Heilbad Piešťany
besuchten, gehörte der bulgarische Zar Ferdinand I., der häufiger
Besucher des Heilbades war und während des Aufenthalts im Jahr 1917
hier sogar den Kriegsgeneralstab einrichtete. Zur Beratung über die
künftige Kriegsführung kamen zu ihm auch der deutsche Kaiser Wilhelm
II. und der letzte österreichische Kaiser Karl I.
Weitere würdige Gäste des Heilbades waren die weltbekannte
Schauspielerin Lillian Gish, die schwedische Schriftstellerin,
Nobelpreisträgerin für Literatur Selma Lagerlöff. Bedeutende Politiker
– Edvard Beneš, Vavro Šrobár, Jan Masaryk. Der berühmte tschechische
Schauspieler und Komiker Vlasta Burian und auch der jüngste
österreichische Komponist Johann Strauss jun., der englische Historiker
Robert Seaton-Watson, der tschechische Journalist Jaroslav Hašek, der
berühmte russische Opernsänger Fiodor I. Šaljapin. Es ist überliefert,
daß in der malerischen Umgebung der Bacchus Villa auch Ludwig van
Beethoven Inspiration suchte.
Auch in der Gegenwart ist das Heilbad Piešťany von Präsidenten,
Premiers, Ministern der europäischen Regierungen, bekannte
Persönlichkeiten des kulturellen Lebens – die Schauspielerinnen Claudia
Cardinale und Mariann Gundersen, das Modell Claudia Schiffer und
Sportler wie David Coulthard oder Jaromír Jágr besucht.
Ab dem Jahr 1940 wurde das Heilbad Piešťany staatlich. Im 1954 wurde
Piešťany zur Kurstadt internationaler Bedeutung erklärt und
entsprechend dem angenommenen Statut der Kurstadt wurden Hotels,
Kultureinrichtungen, Transportwege erbaut.
In den Jahren 1968 - 80 wurden Balneozentrum - Hotels Balnea
Grand Splendid und Balnea Esplanade Palace, der therapeutische Teil der
Balneorehabilitation II und das eine Möglichkeiten für kulturelle
Erlebnisse und Unterhaltung gewährende Gesellschaftszentrum erbaut.
Heute Piešťany bietet den höchsten Komfort und geselliges Leben für die anspruchsvollste Gäste.
In
der Gleichzeitigkeit gehört das Heilbad Piešťany in die internationale
Kette des Heilbäder und Hotels - Danubius Hotels Group.




